Einleitung – Editorial: Winter/Frühjahr 2026
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„I’ve read articles in Key West that pose questions I’ve never seen elsewhere. It’s piquing and well-researched.“
Terri Thal, Bob Dylan’s first Manager
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Liebe Dylan- und Americana-Freund:innen,
am kommenden Wochenende wird Bob Dylan in den USA seine Frühjahrstournee beginnen und im Mai feiert er seinen 85. Geburtstag. Daher wird die kommende Ausgabe Anfang Juni wieder voll in das Dylan-Universum einsteigen. Da wir ja von vornherein als Magazin breiter aufgestellt sind, wenden wir uns diesmal auch zwei anderen Künstlern aus dem Bluesbereich zu.
Richard Limbert hat hierzu zwei interessante Texte verfasst. Sein Interview mit Chris Rannenberg hat den Titel: „Die Blues Clubs von Chicago waren meine Jobbörse“ – Ein deutscher Blues-Pianist im Gespräch.“ Das Interview findet sich hier.
Und er hat über Reverend Gary Davis geforscht. Davis ist von heute aus betrachtet sicher einer der einflussreichsten Bluesmusiker. Wie viele andere nahm er in den 1930ern einige Songs auf, wurde dann vergessen und im Zuge des Folk Revivals Anfang der 1960er Jahre wiederentdeckt. Sein Cocaine Blues ist legendär und wurde sowohl von Bob Dylan gecovert, als auch von Hannes Wader eingedeutscht. Richards Artikel trägt den Titel „Reverend Gary Davis – ein Hexenmeister der modernen Musik“. Den Artikel findet Ihr hier.
Ein Key West ohne Dylan ist natürlich möglich, aber sinnlos, so unsere an Loriot angelehnte Meinung. Daher haben wir im Vorgriff auf die Geburtstagsausgabe, die zwei neuen deutschsprachigen Dylan-Bücher hier im Fokus. Thomas Waldherr stellt „I Shall Be Free No. 10. Bob Dylans Songphilosophie“ vor. Ein Buch des Philosophen Rüdiger Dannemann, das keineswegs akademisch, sondern spannend, kenntnisreich und unterhaltsam ist. Die Buchvorstellung ist hier zu lesen.
Und wir veröffentlichen einen Auszug aus Thomas Waldherr neuem Buch „In The Summertime. Bob Dylan 1981: Umbrüche, Ausflüge und Anfänge. Ein politisch-popkulturelles Essay.“ Dylan kehrte sich langsam wieder ab vom fundamental-evangelikalem Christentum. Er predigte 1981 nicht mehr auf der Bühne und spielte seine alten Songs wieder. Aber er war auf Mission für den Gospel. Und der war – und das haben 1981 leider nicht verstanden- auch eine der Wurzeln des Rock’n’Roll. Der Buchauszug findet sich hier.
Die beiden Bücher, wie auch die Key West sind gemacht für alle, die sich gerne tiefer mit der Musik und ihren gesellschaftlichen und inhaltlichen Hintergründen beschäftigen.
Daher hat Thomas Waldherr auch noch einen Text zur Legitimation des klassischen Protestsongs geschrieben. Seinen Beitrag „Protestsongs sind relevant und weiblich!“ ist eine Replik auf jüngste Artikel von Klaus Walter und findet sich hier.
In diesem Sinne viel Spaß bei der Lektüre!
Herzliche Grüße
Richard Limbert & Thomas Waldherr

Source: Sharon Mollerus (Creative Commons Attribution 2.0 Generic licens)
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